Eine Woche danach – ein Fazit

Eine Woche ist es nun her, seit die Plone Konferenz München 2012 zu Ende gegangen ist. Die Veranstalter haben inzwischen ihr Schlafdefizit wieder einigermassen reingeholt und es ist an der Zeit, ein Resümee zu ziehen. Kurzum: Es war ein Debut - und es wurde ein Hammer!
Eine Woche danach – ein Fazit

Der Shootout - Plone vs. Typo3

Abgesehen von den beiden Internationalen Plonekonferenzen in Wien (2004 und 2005) war die Plone Konferenz München 2012 der bisher größte Plone Event im deutschsprachigen Raum.

Vor Ort waren gut 150 Teilnehmer (170 hatten sich angemeldet). Der Tagungsort erwies sich als gut gewählt. Die Vortragsräume lagen direkt nebeneinander. Das große helle Foyer vor den Vortragsräumen mit einem umfassenden, feinen Cateringangebot aus regionaler Küche überraschte die Teilnehmer angenehm und trug dazu bei, zu verweilen und ausgedehnte Gespräche untereinander zu führen.

Parallel fand die Hochschultagung statt. Als spannendster Teil dabei stellte sich ein kurzfristig anberaumter Open Space heraus, auf dem verschiedene Hochschulen ihr Plone Setup darstellten und untereinander diskutierten. Als interessante Konsequenz daraus wurde beschlossen, diesen Workshop in Zukunft bei der PyCon DE (oder auch bei einer nächsten Plone-Konferenz?) im Vorfeld der Tagung während der Tutorial Days ohne festgelegtes Vortragsprogramm, sondern als reine Open Space Veranstaltung durchzuführen.

Der gleichzeitig während der Konferenz laufende Sprint, der am Wochenende am Institut für Informatik der LMU noch 2 Tage weitergeführt wurde, und auf dem eine Reihe prominenter Coreentwickler aus der Community mit von der Partie waren, wird noch an anderer Stelle speziell zu würdigen sein. Interessantestes Ergebnis dürfte wohl die Entwicklung des neuen plone.api sein.

Als sehr gelungen wurde auch das Rahmenprogramm zur Konferenz empfunden. Highlight hierbei war die Party am Donnerstag abend in der Villa Flora mit einem üppigen italienischen Büffet und Drinks all inclusive. Da die Plone Community gleichermassen für nicht endenwollende Sprints wie nicht endenwollende Parties bekannt ist, wird auch das wahre Ende dieser Party wohl im Verborgenen bleiben.

Insgesamt war die Konferenz nach der übereinstimmenden Meinung der Teilnehmer ein in jeder Hinsicht großartiges Ereignis für die Plone Community. Für etwa die Hälfte der Teilnehmer war dies die erste Plone-Veranstaltung dieser Art, was auf die Lebendigkeit der Community schließen lässt. Die Stimmung war bestens, es wurden viele neue Kontakte geknüpft und alte Bekanntschaften aufgefrischt. Matt Hamilton (Präsident der Plone Foundation und Keynote Speaker auf der Konferenz) spricht dieser Veranstaltung in seinem begeisterten Blog sogar modellhaften Charakter für Plone Konferenzen überhaupt zu: “This has overall been a fantastic event, and if such a thing existed, a model conference for the Plone community”.

 

Zeit, Danke zu sagen


Die Ausrichtung einer derartigen Konferenz ist ein Mannschaftssport. Eine größere Zahl von hoch engagierten Menschen aus verschiedenen Bereichen muss zusammenwirken, damit ein perfektes Ganzes entsteht. Und es war nahezu perfekt. (Mark Hamilton in seinem Blog: “... I was blown away by the level of professionalism in the organisation and marketing of the event.”). Bis es soweit war, war es ein hartes Stück Arbeit, und deshalb soll hier denen, die Wesentliches zum Gelingen beigetragen haben, Dank und Anerkennung ausgesprochen werden:

  • Die Hochschule München für das Hosting der Konferenz (Prof. Plate für die Anmeldung und Schirmherrschaft, Herr Segmihler und das Team von der Haustechnik für die kompetente technische Unterstützung)

  • Unser rheinischer Freund und Plone-Gefährte Armin Stroß-Radschinski, der in diesem Jahr eigens auf den Karneval in Köln verzichtet hat, um das Erscheinungsbild der Tagungslocation professionell auf Plone zu stylen

  • Die Caterer (Frau Englbrecht und ihr Team vom Landshuter Bäuerinnen Service) für das abwechslungsreiche leckere Essen und den freundlichen Service während der Konferenz

  • Das Video-Team um Cillian de Roiste (Anton Fasching, Geraldo Müller), das innerhalb kürzester Zeit aus dem Nichts ein professionelles Ergebnis hingezaubert hat (Videos der Talks sind auf Youtube)

  • Mathias Gebhart (für die fotografische Dokumentation des Events)

  • Alle weiteren Helfer, die im Vorfeld und während der Konferenz für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben (besonders hervorzuheben sind hier Sigrid und Kristina Roden, die zusätzlich noch das Sprint-Catering am Wochenende übernommen haben, sowie Andrea Glodek vom Python Software Verband für Buchhaltung und Registration Desk, des weiteren Marion Brink, Julius Burkart, Sonnja Riedl, Hans Jürgen Vetter und Simone Zimmermann)

  • Florian Friesdorf (für die Organisation des Sprints)

  • Die Kämpen vom Orga-Team, die das alles ausgeheckt und unerbittlich durchgezogen haben, wobei sie dabei beinahe einer Whisky-Abhängigkeit verfallen wären: Stefan Antonelli, Philip Bauer, Patrick Gerken, Max Jakob, Steffen Lindner, Alexander Loechel, Michael Stahl.

    Ein extra Toast gilt hierbei Philip Bauer (er hat die größte Last getragen und dementsprechend den meisten Whisky benötigt). Ein weiterer Toast gilt Patrick Gerken, der sich am Tag vor der Konferenzeröffnung bei den Aufbauarbeiten leider einen komplizierten Beinbruch zugezogen hat, es sich aber nicht nehmen ließ, trotz dieses schweren Handicaps am letzten Konferenztag wieder dabei zu sein.

  • Last not least alle Speaker, die Sponsoren und selbstverständlich auch alle, die mit ihrer Teilnahme und ihren Diskussionsbeiträgen zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Plone rockt nach wie vor und die Plone Community ist quicklebendig. Danke an alle, der Einsatz hat sich gelohnt, und wir freuen uns schon darauf, möglichst viele spätestens im Oktober wieder zu treffen in Arnheim.

 

Dieser Event fiel nicht aus heiterem Himmel – eine kleine Vorgeschichte und Würdigung


Organisiert und durchgeführt wurde die Konferenz in Eigenregie der Zope/Plone Usergroup München im Namen des Python Software Verbands. Der überaus erfolgreiche Verlauf dieser Konferenz stellt gleichzeitig den bisherigen Höhepunkt der Entwicklung der Münchner Usergroup dar. Als Vorübung für diese Konferenz kann die Organisierung der ebenfalls recht erfolgreichen World Plone Days in den vergangenen Jahren gelten.

Als die Usergroup (als RZUG München in der DZUG) vor 9 Jahren in einer Kneipe in München-Pasing von einer Handvoll Zope-Enthusiasten ins Leben gerufen wurde, war diese Entwicklung keineswegs absehbar.

Als einer der Veteranen dieser Usergroup bin ich fast von Anfang an dabei. In dieser Zeit habe ich mehrere Höhen und Tiefen unserer Usergroup erlebt, bis sie sich vor etwa fünf Jahren zu stabilisieren begann. Damals kamen nach und nach einige sehr motivierte neue Leute hinzu, die bis jetzt aktiv geblieben sind und heute das Rückgrat der Usergroup bilden (Sie finden sich im Orga-Team der Konferenz wieder). So hat die Usergroup allmählich auch mächtig an fachlicher Kompetenz hinzugewonnen, und man kann (ohne Überheblichkeit) sagen, dass sie im Moment die aktivste Usergroup im deutschsprachigen Raum ist. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sondern bedurfte einer großen Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit über die Jahre. Und darauf dürfen wir, glaube ich, in aller Bescheidenheit, heute auch ein wenig stolz sein.

Ausschlaggebenden Anteil an dieser erfolgreichen Entwicklung über die Jahre hinweg hat einer, der beruflich bedingt, bei der Organisation dieser Konferenz nicht an forderster Front mit dabeisein konnte, dem die Münchner Usergroup aber enorm viel zu verdanken hat, und der deshalb an dieser Stelle besonders herausgehoben werden soll:

Er ist der einzige, der seit den ersten Tagen der RZUG noch dabei ist, und der all die Jahre der Spritus Rector unserer Usergroup gewesen ist. Ohne ihn wäre die Usergroup nicht, was sie heute ist. Bei Filmfesten gibt es einen Preis für das Lebenswerk von Regisseuren und Schauspielern. Wenn es einen derartigen Preis für unsere Usergroup geben würde, dann würde er ihn kriegen: Helmut Merz. Helmut hat all die Jahre mit seiner ruhigen und bescheidenen Art und hohen Fachkompetenz in Sachen Zope und Plone der Münchner Gruppe seinen Stempel aufgeprägt. Wir haben alle von ihm gelernt. Dafür verdient er unseren aufrichtigen Dank. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt dazu, dies zu tun: Danke, Helmut.

 

Wie weiter?

 

“I hope it is an event that is re-run in future years.” (Matt Hamilton in seinem Blog)

“RZUG war gestern – Die Plone Konferenz in München war die nächste Raketenstufe beim Weg zu noch breiterem Auftritt der Plone Community im deutschsprachigen Bereich” (Armin Stroß-Radschinski in seiner Danke-Mail an das Orga-Team).

 

(Max Jakob, für das Orga-Team der Plone Konferenz München 2012)

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